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Jedes Schweifhaar erzählt eine Geschichte - Teil 2

  • Autorenbild: MS
    MS
  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit
Die Pferdeleidenschaft kam erst als Erwachsene

Gartenarbeit, der Hund, die Arbeit … Aber was ist mit den Pferden?

„Ich würde nicht sagen, dass ein eigenes Pony mein größter Kindheitstraum war. Ich wollte vielmehr Indianerin werden und habe geübt, ein Tipi zu bauen und lautlos durch den Wald zu schleichen“, lacht Nanna.

Mit dem Reiten begann sie erst als Erwachsene, nachdem sie mit ihrem Mann aufs Land gezogen war. Zu ihrem 40. Geburtstag bekam sie Reitstunden geschenkt.
„Es war ganz sicher keine Liebe auf den ersten Blick! Nach jeder einzelnen Reitstunde war ich fest entschlossen, nie wieder einen Fuß in den Stall zu setzen. Ich hatte Angst. Das Pferd kam mir riesengroß vor und seine Bewegungen wirkten völlig unberechenbar. Doch nach der siebten Reitstunde hätten mich nicht einmal wilde Pferde vom Stall fernhalten können.“ Zunächst ritt Nanna die Pferde der Reitschule. Doch schon bald ergab sich die Gelegenheit, ein eigenes Pferd zu kaufen. Es handelte sich um die 18-jährige Oldenburger-Hannoveraner-Stute Anitte Stensgård, genannt Nitte. Die ehemalige Springreiterin war eine echte Diva – an ihren guten ebenso wie an ihren schlechten Tagen. Ihre Besitzerin wünschte sich für sie einen liebevollen und ruhigen Altersruhesitz, und Nanna musste keinen Moment überlegen.
Nanna Salmis Oldenburger-Hannoveraner-Stute Anitte Stensgård
Anitte Stesgård aka Nitte zu Hause
„Ich war gleichzeitig überglücklich und voller Respekt“, erinnert sie sich. „Mir war bewusst, dass ein Pferd eine große Verantwortung bedeutet. Es braucht Zeit, kostet Geld, und ich hatte damals kaum Erfahrung. Doch mit der Unterstützung meiner Freunde hat alles wunderbar funktioniert. Nitte und ich durften viele wunderschöne Jahre miteinander verbringen. Sie hat mir unglaublich viel beigebracht, und wir haben uns von ganzem Herzen geliebt.“ „Einer der traurigsten Tage meines Lebens war der Moment, als ich sie gehen lassen musste. Gleichzeitig wusste ich, dass ihre letzten Jahre an meiner Seite gut und glücklich gewesen waren.“
Nanna Salmi, Nitte und Pferdehaararmband Shoe-shoe
Nanna und Nitte, Armband Shoe-shoe aus Nittes Schweifhaar.
Nanna Salmi with her Finn horse mare Tuisku
Nanna and Tuisku
„Nach Nitte dachte ich zunächst, dass ich auch ohne Pferd leben könnte. Aber wie jede Pferdeliebhaberin weiß, ist das sehr schwierig“, lacht Nanna. „Ich fand eine wunderbare Finnpferdstute namens Tuisku. Tuisku war ein außergewöhnliches Pferd das auch als Therapiepferd mit Kindern arbeitete. Sie hatte eine bemerkenswerte Intuition und eine ganz besondere Art Kontakt zu Kindern aufzunehmen und ihnen Trost zu spenden, selbst wenn sie schwere Traumata erlebt hatten.“ „Sie kam auch in einem Traum zu mir zurück …“ Lesen Sie mehr: Mein Traumpferd im Traum
Nanna Salmis Haustiere
Der Dänisch-Schwedische Farmhund Otto (Calles Großvater), die Jack Russell Terrier Hauke und Pauhu sowie Tuisku.
„Alle meine Haustiere – Hunde, Katzen und Pferde – waren mir sehr wichtig und haben mir und meiner ganzen Familie so viel Freude bereitet.“ Eine Idee, die langsam heranreifte Wir sitzen auf der Terrasse mit Blick auf den kleinen Garten. Obwohl es bereits Ende September ist, liegt noch immer angenehme Wärme in der Luft. Ich möchte verstehen wann und wie die Idee entstand Schmuck aus Pferdehaar anzufertigen. „Die Idee kam langsam, aber sie ließ mich nicht mehr los. Manchmal, wenn ich Nittes Schweif bürstete, hielt ich die Haare in der Hand und fragte mich, ob man daraus ein stabiles Flechtband herstellen könnte. Der Gedanke faszinierte mich: etwas zu erschaffen, das noch niemand zuvor gemacht oder gesehen hatte. Doch ich habe es nie ausprobiert, weil ich damals so viele andere Projekte hatte. Die Idee war wie ein zarter Morgennebel … Sie tauchte auf und verschwand wieder“, erzählt Nanna. Nitte lebte auf einem nahe gelegenen Bauernhof zusammen mit fünfzehn weiteren Pferden. Eines Tages sprach die Stallgemeinschaft darüber, was sie der Hofbesitzerin zum 40. Geburtstag schenken könnte. Es sollte etwas ganz Besonderes sein. „Plötzlich hörte ich mich sagen – ganz ohne darüber nachzudenken: Vielleicht könnte ich ein Schmuckstück aus den Schweifhaaren von drei Generationen ihrer Stuten anfertigen. Sofort waren alle begeistert. In diesem Augenblick war die Geschenkidee geboren.“ Und so war es: ein großes Versprechen und eine wunderschöne Vision. Erzählen Sie uns in den Kommentaren, wie Pferde Ihr Leben verändert haben!

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