Jedes Schweifhaar erzählt eine Geschichte - Teil 2
- MS

- vor 5 Tagen
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Die Pferdeleidenschaft kam erst als Erwachsene
Gartenarbeit, der Hund, die Arbeit … Aber was ist mit den Pferden?
„Ich würde nicht sagen, dass ein eigenes Pony mein größter Kindheitstraum war. Ich wollte vielmehr Indianerin werden und habe geübt, ein Tipi zu bauen und lautlos durch den Wald zu schleichen“, lacht Nanna.
Mit dem Reiten begann sie erst als Erwachsene, nachdem sie mit ihrem Mann aufs Land gezogen war. Zu ihrem 40. Geburtstag bekam sie Reitstunden geschenkt.
„Es war ganz sicher keine Liebe auf den ersten Blick! Nach jeder einzelnen Reitstunde war ich fest entschlossen, nie wieder einen Fuß in den Stall zu setzen. Ich hatte Angst. Das Pferd kam mir riesengroß vor und seine Bewegungen wirkten völlig unberechenbar. Doch nach der siebten Reitstunde hätten mich nicht einmal wilde Pferde vom Stall fernhalten können.“
Zunächst ritt Nanna die Pferde der Reitschule. Doch schon bald ergab sich die Gelegenheit, ein eigenes Pferd zu kaufen. Es handelte sich um die 18-jährige Oldenburger-Hannoveraner-Stute Anitte Stensgård, genannt Nitte. Die ehemalige Springreiterin war eine echte Diva – an ihren guten ebenso wie an ihren schlechten Tagen. Ihre Besitzerin wünschte sich für sie einen liebevollen und ruhigen Altersruhesitz, und Nanna musste keinen Moment überlegen.

„Ich war gleichzeitig überglücklich und voller Respekt“, erinnert sie sich. „Mir war bewusst, dass ein Pferd eine große Verantwortung bedeutet. Es braucht Zeit, kostet Geld, und ich hatte damals kaum Erfahrung. Doch mit der Unterstützung meiner Freunde hat alles wunderbar funktioniert. Nitte und ich durften viele wunderschöne Jahre miteinander verbringen. Sie hat mir unglaublich viel beigebracht, und wir haben uns von ganzem Herzen geliebt.“
„Einer der traurigsten Tage meines Lebens war der Moment, als ich sie gehen lassen musste. Gleichzeitig wusste ich, dass ihre letzten Jahre an meiner Seite gut und glücklich gewesen waren.“


„Nach Nitte dachte ich zunächst, dass ich auch ohne Pferd leben könnte. Aber wie jede Pferdeliebhaberin weiß, ist das sehr schwierig“, lacht Nanna. „Ich fand eine wunderbare Finnpferdstute namens Tuisku. Tuisku war ein außergewöhnliches Pferd das auch als Therapiepferd mit Kindern arbeitete. Sie hatte eine bemerkenswerte Intuition und eine ganz besondere Art Kontakt zu Kindern aufzunehmen und ihnen Trost zu spenden, selbst wenn sie schwere Traumata erlebt hatten.“
„Sie kam auch in einem Traum zu mir zurück …“ Lesen Sie mehr: Mein Traumpferd im Traum




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